Traumata
Wenn im Leben eines Menschen etwas geschieht, was die persönliche Integrität
existentiell erschüttert, kann das langfristige Folgen haben. Das Trauma kann
ein einmaliges Ereignis sein, wie ein Unfall, eine schwere Operation, eine
Vergewaltigung oder andere lebensbedrohliche Situationen. Auch lang-
andauernde bzw. sich wiederholende Lebenssituationen, wie beispielsweise
Vernachlässigung, Gewalt und/oder sexualisierte Gewalt in der Kindheit,
Gewalt in der Partnerschaft, Gefangenschaft, Folter und Flucht sind trauma-
tisierende Erfahrungen.
Darüber hinaus können auch weniger gravierende Lebenserfahrungen, wie perma-
nente verbale Gewalt, Demütigung und Geringschätzung sowie Mobbing zu
traumatischen Reaktionen führen.
Bei den Betroffenen, kann, je nach den individuellen Lebensumständen eine,
so genannte posttraumatische Belastungsstörung, ausgelöst werden, die sich
in unterschiedlichster Weise ausdrückt

o Erinnerungsblitze, plötzliche Attacken von Panik und Stress, Erstarrung und
xxSprachlosigkeit - ausgelöst durch scheinbar harmlose Ereignisse
o Übererregbarkeit, ständige Anspannung, Alarmiertsein, Angstzustände
o Selbsthass, selbstverletzendes Verhalten
o „Innere Abwesenheit,“ Gefühle von Entfremdung,
o umfassendes Misstrauen und Kontaktschwierigkeiten,
o depressive Zustände wie das Empfinden von innerer Leere und Hoffnungslosigkeit,
xxSuizidgedanken
o Schlafstörungen, Alpträume
o sexuelle Probleme

In der ressourcenorientierten Traumatherapie, vermittele ich Ihnen Mittel und
Wege, um wieder in Kontakt mit den Quellen ihrer Kraft und ihres Lebensmutes,
zu größtmöglicher innerer Sicherheit und zu neuer Lebensfreude zu gelangen.

Ich orientiere mich in meiner Arbeit an dem Phasen-Modell von Luise Reddemann.

o Stabilisierung
o Traumabearbeitung
o Integration und Neubeginn

Der erste und wesentlichste Arbeitsschwerpunkt liegt hierbei auf der Wieder-
gewinnung und dem Erhalt von persönlicher Stabilität, die durch die das trau-
matische Erleben nachhaltig erschüttert wurde.
Hier lernen Sie Methoden und Techniken zur Reduktion von Stress und Angst-
zuständen, Möglichkeiten belastende Erinnerungen wegzuschließen oder auf
Distanz zu halten, Techniken sich vor emotionaler Überflutung zu schützen,
was sie für einen ruhigeren Schlaf tun können, wie sie in heilsamen Kontakt
mit ihrem Körper kommen können und vieles mehr.
Eine Konfrontation mit dem traumatischen Ereignis selbst ist nicht unbedingt
notwendig, um eine wesentliche Verbesserung der subjektiv erlebten Lebens-
qualität zu erreichen.
Die Traumakonfrontation findet, wenn überhaupt, nur nach Erreichung eines
hohen Maßes an Stabilität, nach dem Erlernen verschiedener Distanzierungs-
techniken und niemals ohne die ausdrückliche Zustimmung oder den Wunsch
der/s KlientIn statt.



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